Ernährung im Ayurveda
Am Anfang steht die grundlegende Überprüfung der Ernährung mit Hilfe eines Ernährungsprotokolls und damit die genaue Analyse von negativen Ernährungsgewohnheiten.
Der Ayurveda geht davon aus, dass das Verdauungsfeuer (Agni) die zentrale Rolle spielt – den aktuellen Zustand gilt es in unserem Gespräch zu analysieren.
Darm, Nervensystem und Psyche, stehen in enger Verbindung. Mittlerweile gibt es in der Medizin Forschungsarbeiten in denen bestätigt ist, dass der Magen-Darm-Trakt neben dem Sympathikus und dem Parasympathikus Bestandteil des vegetativen Nervensystems ist.
Lebensmittel, Gewürze und Kräuter werden in der ayurvedischen Küche aufeinander abgestimmt und der aktuellen Konstitution angeglichen um unser gemeinsames Ziel, nämlich die ursprüngliche Konstitution Ihrer Persönlichkeit wieder herzustellen, zu erreichen und möglichst zu halten. Was Sie zu sich nehmen ergibt sich aus dieser Konstellation und dem Gleichgewicht zwischen Ihrem Körper und Ihrem Geist. Dazu gibt es verschiedene Aspekte auf die wir speziell eingehen.
Grundsätzlich gilt in der ayurvedischen Ernährungsberatung:
Die Nahrung wird in drei „Erscheinungen“ eingeteilt, so gibt es Lebensmittel die der Tugend (Sattva), der Leidenschaft (Rajas) und der Unwissenheit (Tamas) zugeordnet werden. Am Gesündesten sind Nahrungsmittel die der Tugend entsprechen, wie beispielsweise reife süße Früchte, mildes frisches Gemüse, vollwertiges Getreide, leichte Hülsenfrüchte und wertvolle Fette. Sie verlängern die Lebensdauer, reinigen und klären die Existenz des Menschen, geben Kraft, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Wir achten auf die Art und Weise der Zubereitung der Nahrung im Sinne von innerer und äußerer Reinheit. Wir nutzen unser Herz und unseren Verstand bei der Verarbeitung der Lebensmittel und achten unter anderem auch auf eine aufgeräumte Küche und angenehme Atmosphäre.
In der Kombination der Nahrungsmittel stellen wir diese so zusammen, dass wir auf Geschmack, Verdaubarkeit und eine einfache Aufnahme aller Nährstoffe achten.
Wie sehr uns eine Mahlzeit nährt hängt nicht von theoretischen Nährwerten ab, sondern davon wie viel der Nährstoffe unser Verdauungssystem annehmen kann und wie belastbar unser Verdauungssystem ist.
Der Magen braucht Platz zum Verdauen, deswegen macht es durchaus Sinn nicht zu viel zu essen und zu trinken. Die empfohlene Menge entspricht der Größe einer aus unseren Händen geformten Schale. Außerdem ist es ratsam Getränke nicht direkt vor oder nach dem Essen aufzunehmen, sondern eine bedachte Menge während der Mahlzeit zu sich zu nehmen, so wird die Nahrung breiiger und das Verdauungsfeuer wird nicht beeinträchtigt.
In unserer modernen Welt achten wir besonders auf biologisch-dynamisch erzeugte Produkte die wir essen, Ziel ist es im besten Fall um die Mittagszeit die Hauptmahlzeit zu sich zu nehmen. Nach kleinen Mahlzeiten machen wir drei, nach großen Mahlzeiten fünf Stunden Esspause.
Und … möglichst entspannt und mit guter Laune zu essen wirkt sich positiv auf die Verdauung aus 🤎